Jahresbericht 2014/2015

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Jahresbericht 2014/ 2015

Das 17. und 18. Jahr seit Bestehen der Stiftung war wieder sehr ereignisreich und brachte uns in der Inanspruchnahme für Stiftungsfälle ein deutliches Stück nach vorn.

In dieser Zeit stieg die Zahl der Stiftungsfälle von 137 bis Ende 2015 auf 181 an.

Seit Anfang 2016 zeichnet sich schon wieder eine steigende Tendenz ab.

Durch die Erfahrung der vergangenen Jahre müssen wir immer mehr hilfesuchende Menschen aufnehmen, damit wir durch das Ehrenamt die Aufgaben erfüllen und lösen können.

Hilfe

Die Hilfe, die wir durch unseren ehrenamtlichen Helfer, Polizeipfarrer a. D. Erwin Wild erfahren haben ist für uns von bedeutendem Wert.

Wir hoffen, dass trotz der Überlastungen die evangelischen oder katholischen Polizeiseelsorger zu einer Partnerschaft zu uns finden. Die Menschen, die bei uns Hilfe suchen sind ja nicht unbedingt Kirchgänger. Aber der Zeitplan der Seelsorge sieht uns nicht allzu häufig vor.

Im Herbst 2014 war es uns aber eine große Freude, als Kardinal Marx auf unsere Anfrage Polizeiseelsorger Andreas Simbeck zu einer Bergmesse entsandte, der uns mit einer Messe im Freien und anschließenden guten Gesprächen beeindruckte.

Leider vergaß Monsignore Simbeck bei der Bergmesse 2015 unsere Stiftung einzuladen. Schade, solches Vergessen fördert nicht die Zusammenarbeit, obwohl Kardinal Marx diese Messe zum Gedenken für verstorbene und verunfallte bayerische Polizeibeamte durchführte.

Spenden und Bußgelder

Die Gelder von helfenden Kollegen steigen stetig an aber die Zuwendung der Justiz durch Bußgelder wird immer weniger. Es gibt Gerichte in einigen Regionen Deutschlands, die sehr konsequent helfen aber die Hauptstadtgerichte, die geographisch am nächsten liegen, werden von uns offensichtlich nicht erreicht. Gemeinsam mit den Kollegen vor Ort werden wir immer wieder persönlich vorstellig um uns in Erinnerung zu bringen.

Gerade dieses Zentrum der Großstadt ist für uns offensichtlich seit einigen Jahren nicht mehr erreichbar und durch Bußgelder bedacht worden. Was soll daraus werden, wenn Exekutive, Judikative und Legislative nicht mehr in eine Richtung gehen? Der Staat sind doch wir alle. Wir sind und wollen engagierte Helfer bleiben. Dazu brauchen wir aber auch die Helfer der Justiz.

Förderkreis

Der Förderkreis ist wunderbar und wir merken, dass diese Menschen stellvertretend für die Bürger und jeden Einzelnen von uns stehen und handeln, nicht nur mit Worten sondern vor allem durch Taten. Wir müssen uns nur regelmäßig melden und in Erinnerung bringen. Viele Helfer spendeten kleine Beträge aus Überzeugung und wir freuen uns sehr darüber. Wir merken, dass das Netzwerk von Freunden und Helfern wächst. Für die Zukunft möchten wir noch mehr überzeugende Helfer mit Engagement finden.

Poli-Soli

Als Beispiel haben nun in Mittelfranken beginnend die Kollegen den Poli-Soli ins Leben gerufen und die Kleinspenden durch Daueraufträge nehmen stetig zu. So helfen die Helfer sich selbst. Dies war eine Reaktion auf unsere Sparschweinaktion, die aber trotz der Genehmigung des Innenministers Joachim Hermann in einer Vielzahl von Dienststellen immer noch untersagt, ja quasi verboten wird. Stolz sind wir auf die Freunde unter den Polizeiführern, die das Aufstellen der Stiftungsschweine erlaubt haben und wir möchten gern den Bedenkenträgern ihre Angst nehmen, dass die Spenden der Bürger für die Stiftung keine Bestechung der Beamten ist.

Künstlerische Förderung

Ein Highlight 2015 war die Aufstellung einer Skulptur, die wir dem Künstler Ludwig Klopfer aus Pfarrkirchen in Auftrag gaben. Zuvor konnten wir eine 105 Jahre alte Eiche aus Oberbayern erwerben und der Künstler stellte das Thema „Ein Ort an dem die Seele baumeln darf“ in das Holz gearbeitet dar. Dies war aber nur möglich, weil die BBBank die Skulptur und die Arbeit des Künstlers finanzierte. Zu sehen ist das Werk im Garten des Stiftungshauses in Lenggries/ Fall.

Treuhandstiftung „Walter Sporer

Die Walter Sporer Stiftung wurde 2014 als Treuhandstiftung in unserer Stiftung gegründet. Ein Förderkreismitglied hatte dies in seinem Testament so verfügt. Die Stiftung verfolgt die gleichen Ziele allerdings speziell für bayerische Polizeibeschäftigte und für Wasserschutzbeamte aus ganz Deutschland. Mit der Stiftung und dem Haus, das den Namen “Walter Sporer Haus“ trägt, bleibt der ehemalige Shanty – Chor Leiter aus Nürnberg immer in Erinnerung. Wir fühlen uns geehrt ihn gekannt zu haben.

Treuhandstiftung „Elin Halling Anke“

Die Elin Halling Anke Treuhandstiftung nahm im Jahre 2007 ihren Anfang.

Eine Begegnung unseres DPolG – Bundesvorsitzenden Rainer Wendt mit Elin Halling nach den Krawallen des G-8 Gipfel in Heiligen Damm, legte den Grundstein.

Nach ihrem Tod im Jahr 2015 überließ sie ein Vermächtnis unserer Stiftung, zur Gründung einer Treuhandstiftung in der Stiftung der Deutschen Polizeigewerkschaft.

2016 werden wir die Stiftung beginnen. Frau Elin Halling aus NRW wird als Name für unser Haupthaus in Fall stehen und so auch lange Zeit in Erinnerung bleiben.

Häuser der Stiftung

Die Stiftung hat bis November 2015 nun 4 Häuser vom Freistaat erworben, die wir zuvor alle renoviert haben. Unter Ministerpräsident a. D. Dr. Stoiber und von dem nachfolgenden Ministerpräsidenten a. D. Dr. Beckstein weitergeführt, konnten wir unter großer Mithilfe des Haushaltsausschusses die Häuser erst mieten und dann erwerben. Die heutige Sympathie des Finanzministers Dr. Söder hat der Politik in der Hilfe durch Rat und Partnerschaft ein Gesicht gegeben. Aber nicht nur die CSU, sondern auch engagierte Politiker wie Prof. Dr. P.P. Gantzer, MdL von der SPD und die ehemalige Landtagsvizepräsidentin Frau Ch. Stahl Bündnis 90/ Grünen haben uns erfolgreich unterstützt. Wir hoffen auch in Zukunft auf Nachahmer.

JVB

Die Justizvollzugsbeamten JVB sind seit unserer Stiftungsgründung als Betroffenen in unseren Häusern aufgenommen. Erst der Vorstand mit dem jetzigen Vorsitzenden

Herrn Simon wurde zum Helfer und Partner. Die Verbindung lässt sich gut an und wird zu einer breiten Stabilität für die Stiftung.

Seniorenverband BW

Das Gleiche gilt für die Kooperation mit dem Seniorenverband öffentlicher Dienst BW, in dem auch pensionierte Polizeibeamte speziell aus BW organisiert sind. Auch sie können in unseren Häusern außerhalb der Ferien bei freier Kapazität die Appartements mieten und gehören seit 2015 zu unserem Netzwerk. Es ist bemerkenswert, dass unser langjähriger, gewerkschaftlicher Weggefährte Dieter Berberich den Weg dazu bereitete.

All diese Informationen und auch kritischen Anmerkungen sollen dazu dienen, dass sich jeder wieder einmal Gedanken macht wie der Stiftung ein weiteres Bekanntwerden in ganz Deutschland ermöglicht werden kann. Wir brauchen jeden von Ihnen und Ihre guten Ideen.


Ihr
Berend Jochem
Vorsitzender der Stiftung