Geschichte der Stiftung

PDFDrucken

1997:

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) ruft eine Stiftung ins Leben, die Ihre Hilfe, vollkommen gewerkschaftsunabhängig, Betroffenen zur Verfügung stellt.

Die Stiftungsaufsicht der Regierung von Oberbayern erteilt die Genehmigung.

Das Finanzamt für Körperschaft in München genehmigt die steuerliche Anerkennung der Stiftung.

Das Startkapital der Stiftung, 100.000 DM, werden durch die damals 10.000 Mitglieder der DPolG Bayern aufgebracht.

Der Sitz der Stiftung ist München. Hier wird auch die erste Geschäftsstelle eingerichtet.

1998:

Der Freistaat Bayern stellt über das Finanzministerium der Stiftung drei staatliche Gebäude per Pachtvertrag zur Verfügung. Alle Häuser, sowohl in Lenggries-Fall als auch in Niedernach am Walchensee, sind im höchsten Maße renovierungsbedürftig.

Es wird begonnen, sich intensiv um finanzielle Unterstützung zu bemühen.

1999:

Mit den ersten finanziellen Mitteln und dem persönlichen Engagement beginnt das Vorstandsmitglied Leonhard Stimpfle jun. einen ersten Bungalow in Lenggries-Fall zu renovieren und eine entsprechende Modernisierung vorzunehmen. In monatelanger Einzelleistung renoviert er dieses Haus und macht es somit für den Stiftungszweck nutzbar. Daher trägt dieses Haus den Namen seines Vaters, der der erste Vorsitzende der DPolG nach dem Zweiten Weltkrieg war.

2000:

Beginn der bislang größten Renovierungsmaßnahme: der Umbau des ehemaligen staatlichen Forstamtes ins Lenggries-Fall. Vorstand und Beirat der Stiftung müssen zur Finanzierung alle Kräfte bündeln und können über den damals amtierenden Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber und den Ausschussvorsitzenden des öffentlichen Dienstes Prof. Dr. Walter Eykmann eine erste finanzielle Förderung über die Bayerische Landesstiftung erlangen.

2001:

Eine weitere Bungalowdoppelhälfte wird fertig renoviert und die Baumaßnahmen am Haupthaus werden abgeschlossen.

22. September: Feierliche Eröffnung des ehemaligen Forstamtgebäudes und des zweiten Bungalows in Lenggries-Fall durch den damaligen Bayerischen Ministerpräsidenten, Herrn Dr. Edmund Stoiber. Es handelt sich um die größte Festveranstaltung für Lenggries-Fall seit der Auslangerungsfeier in den 1950er Jahren. Neben dem Ministerpräsidenten erscheinen weitere wichtige Mitglieder des Kabinetts und Polizeiführer aus In- und Ausland. Besonderer Höhepunkt ist die Anwesenheit von Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger, der den kirchlichen Segen mit seinem evangelischen Kollegen Kirchenrat Kreisler und dem Polizeiseelsorger Dekan Wild spendete. Die musikalische Gestaltung übernimmt die Bayerische Polizeikapelle.

Somit sind sieben Appartements, einschließlich eines Appartements für Rollstuhlbenutzer, und der zweite Bungalow in Lenggries-Fall bezugsfertig und werden ab sofort für Stiftungszwecke genutzt.

2002:

Das Bayerische Staatsministerium des Innern überträgt die ehemaligen Urlauberwohnungen ihrer Beschäftigten, aus Gründen der Unwirtschaftlichkeit, der Stiftung. Es beginnt Zug um Zug die Renovierung von drei Wohnungen in Lenggries, um diese familiengerecht zu nutzen.

2005:

Am 9. Juli 2005 findet das 1. Europäische Polizeimusikfestival in der Hacker-Pschorr-Arena in Bad Tölz als Benefizveranstaltung zu Gunsten der Stiftung statt. Mitwirkende sind unter anderem, neben der Tölzer Stadtkapelle, die Bayerische Polizeikapelle, die Oberösterreichische Gendarmeriekapelle aus Linz und Polizeikapellen aus Tschechien und Polen. Höhepunkt sind der gemeinsam gespielte Tölzer Schützenmarsch und der Radetzkymarsch.

2006:

Es wird ein Kooperationsvertrag mit Frie Funktionaerer in Odense/ Dänemark geschlossen, der ein Beispiel für länderübergreifende Hilfe ist. Es handelt sich dabei um einen privaten Sozialversicherungsverein mit wirtschaftlichem Betrieb von eigenen Ferienwohnungen und Hotels.

2007:

Aufgrund der großen Resonanz wird das 2. Europäische Polizeimusikfestival, ebenfalls unter großer internationaler Beteiligung, veranstaltet. Es spielen die Lenggrieser Musikkapelle, die Baden-württembergische Polizeikapelle, sowie das niederländische und schweizerische Polizeiorchester. Leider lassen die hohen Nebenkosten in einer Eissportarena aus wirtschaftlichen Gründen eine Wiederholung nicht zu.

2008:

Die zu klein gewordene Geschäftsstelle wird in das Stiftungshaus nach Lenggries verlagert. Der Kontakt in die Region und zu den Stiftungsgästen wird dadurch deutlich intensiviert.

26. Mai 2008: Einweihung und Eröffnung unseres „Rollihauses“, eines barrierefreien Bungalows, in Lenggries-Fall. Der damals amtierende Bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann und sein gesamter Polizeiführungsstab sind anwesend. Eine große Anzahl von Ehrengästen, wie zum Beispiel Frau Charlotte Knobloch (Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland), Landtagsvizepräsident Prof. Dr. Peter Paul Gantzer, Landtagsvizepräsidentin Christine Stahl und zahlreiche politische Persönlichkeiten aus dem kommunal- und landespolitischen Bereich sind unsere Gäste. Eine Besonderheit ist die Spendung des christlichen Segens durch den Polizeiseelsorger Pfarrer Simbeck und  die evangelische Polizeiseelsorgerin Hilda Schneider, unter Mitwirkung von Frau Charlotte Knobloch als Lektorin. Die musikalische Gestaltung wird von der Lenggrieser Blaskapelle übernommen.  Nach der Eröffnung 2001 ist Fall wieder einmal Ort eines medienwirksamen Ereignisses.

2009:

Eine weitere Wohnung im Gebäude in Lenggries wird vollkommen renoviert und ist damit eine notwendige Erweiterung, um dem steigenden Bedarf der Stiftung an familiengerechten Unterkünften gerecht zu werden.

2010:

Ein weiteres Eröffnungsereignis fand am 16. Juni 2010 satt: Die komplett renovierte Geschäftsstelle und das neu hinzugekommene Familienappartement wurden eingeweiht.

2013:

Ein weiterer Meilenstein gelang den Stiftungsverantwortlichen mit der Benennung eines vorhandenen Bungalow mit dem Namen des Stifters Walter Sporer. Am 14. Mai 2013 fand die Einweihung unter Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus Politik, Polizei und öffentlichem Leben statt. Schirmherrin war Frau Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Islraelitischen Kultusgemeinde von München und Oberbayern, die seit Gründung der Stiftung dieser sehr zugetan ist.

Ganz "nebenbei" haben Verantwortliche des BMW-Konzerns der Stiftung zwei neue Fahrzeuge übergeben.