Gästebuch

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In unserem virtuellen Gästebuch haben Sie die Möglichkeit, Ihre Erfahrungen mit unserer Stiftung anderen mitzuteilen, sowie Erfahrungsberichte zu lesen. Schicken Sie uns einen kurzen Text und gerne auch Fotos per Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , die wir dann auf dieser Seite veröffentlichen.

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Stiftung hilft verletzten Berliner Kollegen

In Memoriam Jürgen Staffel

"Singender Polizist sagt Danke"

 

Danke für eure Hilfe und Unterstützung

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich bin 46 Jahre alt, verheiratet und habe einen zehnjährigen Sohn. Ich wohne in Weeze am Niederrhein und versehe seit dem 01.10.1993 meinen Polizeidienst beim Land Nordrhein-Westfalen im Wach- und Wechseldienst. Seit dem 01.06.2009 bin ich auf der Polizeiwache in Goch.

Am 11.08.2014 kam es bei einem Einsatz zu einem Vorfall, der mir sofort den Boden unter den Füßen weggerissen hat: Ich musste von meiner Dienstwaffe Gebrauch machen und auf einen Menschen schießen, der mich töten wollte. Mein Angreifer und ich standen in einem Fluss, bis zur Hüfte in fließendem Wasser. Er hatte ein Messer in der Hand und wollte mich „abstechen“. In dieser, für mich extremen Situation musste ich - als allerletztes Mittel zur Selbstverteidigung - meine Dienstwaffe einsetzen. Denn nichts sonst, was ich versucht hatte, konnte den psychisch kranken und unter Drogen stehenden Mann, stoppen. Also musste ich ihn erschießen. Unmittelbar nach der Schussabgabe zog ich diesen Angreifer noch aus dem Wasser und reanimierte diesen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, jedoch starb er noch vor Ort unter meinen Händen.

Nach dem Vorfall wurde ich sofort zur Polizeiwache gebracht und von dem Kollegen Jonas Moers (Opferschutz) und von Dr. Pahlke (PSU-Team des LAFP Münster) betreut. Ab diesem Zeitpunkt war ich dann auch nicht mehr dienstfähig und es fiel mir schwer, dass was passiert war, zu verarbeiten. Ich brauchte Hilfe. Ohne dass ich um Hilfe bitten oder etwas sagen musste, setzte sich sofort eine Maschinerie in Gang, von Menschen die mir helfen wollten. Noch am Tag des Vorfalls setzte sich unser Personalratsvorsitzender, Frank Schneiders mit der Gewerkschaft der Polizei in Düsseldorf in Verbindung, die mir wiederum sofort rechtlichen Beistand zusicherte. Ich habe in diesem Augenblick überhaupt nicht über einen Rechtsbeistand nachgedacht. Jedoch war ich froh, dass jetzt jemand da war, der mir diese Last abnahm, damit ich mich in diesem Augenblick nicht auch noch damit auseinandersetzen musste.

In den nächsten Tagen ging es mir täglich schlechter. Ich war mit der Situation überfordert und unendlich traurig darüber was passiert war. Der Mann hatte eine Familie, wie ich auch, und hinterließ einen Vater und einen Bruder.

Die Gespräche in den darauf folgenden Tagen mit Dr. Pahlke halfen mir, das Geschehene zu verstehen und zu verarbeiten. Es ging mir von Tag zu Tag besser, weil ich merkte, dass ich mit meinen Sorgen nicht allein da stand. Mein Wachleiter Heinz van Baal bot mir jederzeit Unterstützung und Gespräche an, falls ich Bedarf hätte und hätte sogar seinen Urlaub verschoben, um für mich da zu sein! Auch der Abteilungsleiter der Kreispolizeibehörde Kleve, Günter Lange bat mir in einem mehrstündigen, persönlichen Gespräch seine Hilfe und Unterstützung an!

Über einen weiteren Kollegen des Opferschutzes der KPB Kleve, Karl Moers wurde mir der Kontakt zur Stiftung der DPolG in Oberbayern empfohlen. Und im Internet erfuhr ich, dass diese Stiftung Hilfe für Einsatzkräfte in Extremsituationen anbietet und schickte sofort eine Email an die Stiftung. Am übernächsten Tag schon hatte ich eine Antwort und fünf Tage nach meiner Mail hatte ich bereits vom Stiftungsvorstand Herrn Grützemann eine Einladung für meine Familie und mich in das Stiftungshaus Lenggries-Fall. Und Diethelm Salomon, Vorsitzender der nordrhein-westfälischen Polizei-Stiftung rief mich an und teilte mir in einem sehr fürsorglichen Telefonat mit, dass seine Stiftung den Aufenthalt von mir und meiner Familie in Bayern mit einer finanziellen Spende unterstützen wolle! Ich konnte es nicht fassen und brach noch am Telefon in Tränen aus, so berührt war ich von den vielen Hilfsangeboten.

Anfang Oktober verbrachten wir dann eine Woche in dem Stiftungshaus der DpolG in Lenggries-Fall. Wir waren überwältigt von der Umgebung und der Natur - für uns ist es wunderschön dort. Ich konnte in der Woche abschalten und das Erlebte einfach mal vergessen. Tägliche Ausflüge mit Bergtouren und stundenlangen Wandern taten mir gut und halfen mir, meinen Kopf frei zu bekommen. In den darauffolgenden Tagen ging es mir also immer besser und ich wollte so schnell wie möglich wieder arbeiten, was mir auch gelang. Ich freute mich wieder auf meine Dienststelle, meine Kollegen und auf meine Arbeit auf der Straße.

Mein Leben hatte sich nach dem Vorfall drastisch verändert: Die Angst fuhr bei jedem Einsatz mit und der dienstliche Alltag hatte mich schnell wieder. Beleidigungen und körperliche Auseinandersetzungen waren plötzlich wieder da. Am meisten hatten mich dann die Beleidigungen eines festgenommenen Straftäters mitgenommen, der offensichtlich mit dem Messerangreifer befreundet war und mich wörtlich auf der Wache als „Mörder“ titulierte. Ich war fassungslos.

Doch ich habe mein Lachen und meine fröhliche Lebensart mit der Liebe und Unterstützung meiner Familie wiedergefunden und natürlich auch, weil mir von so vielen Menschen geholfen wurde, die in all dieser Zeit für mich da waren.

Ich bin aus diesem Einsatz damals im August nach Hause gekommen und konnte meine Frau und mein Kind in den Arm nehmen. Ich hatte ja keine körperlichen Schäden davongetragen. Aber irgendetwas in mir hat Narben davongetragen. Ich werde das Geschehene nie vergessen, aber die Gedanken daran werden weniger. Ich möchte auch nicht vergessen, denn es ist ein Teil von mir geworden.

Ich kann meine Dankbarkeit mit Worten kaum ausdrücken. Ich bin nach wie vor überwältigt davon, dass es Menschen gibt, die sich engagieren um anderen zu helfen, ohne zu zögern. Danke, dass es solche Menschen wie euch gibt, ohne die ich heute nicht dort stehen würde, wo ich bin. Danke dafür, dass ihr für mich da wart und mir geholfen habt, als ich diese Hilfe brauchte.

Danke.

Herzlichste Grüße

Joachim Fischer

 

 

Unser Aufenthalt in Fall vom 26.11. – 08.12.2013

Sehr geehrte Frau Jochem, sehr geehrter Herr Jochem, liebe Stiftung der DPolG

Im August letzten Jahres traf mich im Einsatz ein bitter böser Unglücksfall, der mir fast das Leben gekostet hätte. Monate lang hatte ich nicht nur körperlich, sondern auch psychisch mit diesem Ereignis zu kämpfen. Mein Dienstherr, das Land Baden-Württemberg, hat mich gelinde gesagt hängen gelassen. Darüber war ich sehr enttäuscht, um nicht zu sagen erbost.

Dann kam ein Kollege von der DPolG von sich aus auf mich zu und bot mir Hilfe in der Form an, dass er die Stiftung mobilisierte. Er machte sich stark, dass ich die Möglichkeit bekam in eines Eurer Stiftungshäuser zu gehen. Als dann noch meine Ehefrau im April schwer erkrankte, sog sich mein Akku immer mehr gen Vakuum.

Ende November dann war es soweit. Wir gingen auf Reisen nach Fall in den Bungalow 8. Was wir in dem o.a. Zeitraum haben erleben und genießen dürfen, war einfach nur sensationell. Die sehr großzügig und recht komfortabel eingerichtete Wohnung, die sehr sauber war. Die Umgebung und die Versorgung durch Frau Harbacher, ließen nichts offen. Was das Beste aber war, das war die absolute Ruhe, die wir hier hatten. Unser Aufenthalt war genau das, was wir uns vorgestellt hatten, nur um Längen besser! Wir konnten herunterfahren und uns sehr gut erholen.

Schon die Auswahl der Unterbringung ( Bungalow 8 / Fall ) und der telefonische Kontakt mit Ihnen ließen eine Fürsorge und ein Gefühl für unsere Situation erkennen, die es mir sehr leicht machte, nach Fall zu kommen. Zu jedem Zeitpunkt fühlte man sich „nicht im Stich gelassen“! Und das tat verdammt gut.

Das Verständnis und das extreme Entgegenkommen Ihrerseits war super und dafür will ich mich auch im Namen meiner Frau bei Ihnen Beiden und der DPolG – Stiftung ganz herzlich bedanken. Wir können uns froh schätzen, dass es im Hintergrund so etwas wie Euch gibt, die etwas mehr über den Tellerrand sehen, wie es der „Arbeitgeber“ tut und für uns eine Herkulesarbeit leisten!

 

Hierfür nochmals ein herzliches Dankeschön.

 

Diese paar Zeilen an sie, mit der Bitte, macht weiter so. Jeder Kollege dankt es Ihnen und ist bestimmt froh, wenn er Eure Hilfe in Anspruch nehmen darf. Es war mir ein besonderes Bedürfnis Ihnen diese Zeilen zu Schreiben. Denn ich denke, ein positives Feed-Back zu erhalten ist Bestätigung und Motivation gleichzeitig, in Eurer Arbeit weiterhin so aufzugehen.

Wir wünschen Euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2014.

Martina und Helmut

 


 

 

Reiner Meiers mit Ehefrau Pia und Tochter Claire:

„Vom 10. – 25. Juni 2010 verbrachte ich mit meiner Familie den Sommerurlaub in Ihrem Stiftungshaus in Lenggries.
In der gemütlich eingerichteten, schönen Ferienwohnung haben wir uns gleich wohl gefühlt.  Mehr noch: wir fanden dort ein erholsames Zuhause auf Zeit und konnten unsere Seele baumeln lassen inmitten einer wunderschönen Landschaft.
Ganz besonders waren wir von der Gastfreundschaft angetan, die uns die engagierten Mitarbeiter der Stiftung und das Ehepaar Kiewig zuteil kommen ließen.
Wir konnten anlässlich der Einweihung der Geschäftsstelle und der vier fertig gestellten Ferienwohnungen erleben, welche Beachtung die Stiftung der DPolG in der Politik, den staatlichen Organen und in kulturellen Institutionen in Bayern erfährt.
In Ihren Ferienwohnungen finden Kollegen/-innen aus verschiedensten Teilen Deutschlands eine Oase der Ruhe.
Alle „Stiftungsfälle“ hier – wie auch ich und meine Familie - haben eine eigene „Geschichte“ und können sich - dank Ihres Engagements - aus ihrer schwierigen Lebenssituation eine dringend nötige „Auszeit“ nehmen.
Ich bin sehr dankbar, dass ich mit meinem behinderten Kind und meiner gesundheitlich ebenfalls beeinträchtigten Frau zwei unbeschwerte Wochen im schönen Lenggries fernab von unserem stressigen Alltag genießen konnte.
Mir ist sehr wohl bewusst, dass all dies nur dank des unermüdlichen Einsatzes von zahlreichen Menschen möglich ist, denen das körperliche und seelische Wohl leidender Kollegen/-innen am Herzen liegt.
Auf diesem Wege möchte ich mich bei Ihnen allen recht herzlich bedanken."

Heinz Koletschka:

„Seit 2004 verbringe ich als querschnittsgelähmter Rolli-Fahrer mit meiner Familie Urlaub in einer behindertengerecht eingerichteten und gut ausgestatteten Wohnung im Erdgeschoss des ehemaligen Forsthauses in Fall. Ins Haus der Stiftung der DPolG komme ich mit meinem E-Rolli unbeschwert über eine extra angefertigte Rampe.
Hier vor Ort fühle ich mich sehr wohl, weil man entspannen und sich in der Ruhe gut erholen kann. Umrahmt von den Bergen ist es ein besonderes Flair. Der große Garten mit Wiese und Springbrunnen sind im Sommer ein besonderer Ruhepol für das Wohlbefinden und ein Treffpunkt mit Freunden, z. B. bei Kaffeekränzchen oder zu Karten-, Würfel- und Schachspielen.
Ich fühle mich dort wie zuhause, weil man gut umsorgt ist, besonders durch die Angehörigen bzw. Mitarbeiter der Stiftung der DPolG. Bei nicht vorhersehbaren Problemen ist immer jemand zu erreichen, bei Bedarfsfall eine große Hilfe für mich.
Meine Familie und ich waren inzwischen schon achtmal hier im Urlaub und werden auch wieder gerne nach Fall kommen.“